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Anfrage an das Paul-Ehrlich-Institut

Ich habe beim Paul-Ehrlich-Institut nachgefragt, wieso es in den USA in nur zwei Monaten rund drei Mal so viele Meldungen über Todesfälle gab wie in zehn Jahren bei Influenza-Impfungen:

Von: Jochen Ziehmann
Gesendet: Samstag, 6. März 2021 10:49
An: Anfragen PEI
Betreff: Sicherheit von COVID-Impfstoffen

Sehr geehrte Damen,

mit großem Interesse habe ich Ihren Bericht über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19 gelesen. Danach wurden  Ihrem Institut nach den ersten 5,9 Millionen Impfungen seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020 bis zum 26.02.2021 insgesamt 330 Todesfälle gemeldet.

So wie ich es verstehe, halten Sie es für unbedenklich, da „die beobachtete Anzahl an Fällen mit unklarer Todesursache nach Impfung die erwartete Anzahl an Fällen von plötzlichem Tod oder Tod unbekannter Ursache ohne Impfung nicht übersteigt.“

Wenn aber das Auftreten von Todesfällen rein statistische Ursachen hat, müssten nach meiner laienhaften Einschätzung doch ähnlich viele Todesfälle bei anderen Impfungen gemeldet werden.

Auf den Seiten der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC kann man sehen, dass die jährliche durchschnittliche Impfabdeckung in den USA bei Influenza in den letzten zehn Jahren zwischen 51 und 63% schwankte.

Die Impfabdeckung bei COVID-19 liegt in den USA zurzeit bei 16,7%.

In den letzten 10 Jahren sind laut CDC insgesamt 355 Todesfälle im Zusammenhang mit Influenza-Impfungen gemeldet worden.

In Bezug auf COVID-19 sind in den gut zwei Monaten seit Beginn der Impfungen am 2. Januar 2021 bereits 1118 Todesfälle gemeldet worden.

  1. Haben Sie eine Erklärung für den deutlichen Unterschied der gemeldeten Todesfälle bei den Influenza- und COVID-19-Impfungen in den USA?
  2. Verstehe ich es richtig, dass Sie bei Hochrechnung der bisherigen Melderate von 330 Todesfällen auf 5,9 Millionen Impfungen bei einer vollständigen, zweimaligen Impfung aller 83,02 Millionen Einwohner Deutschlands tatsächlich mit knapp 10.000 Meldungen von Todesfällen rechnen?

Freundliche Grüße

Jochen Ziehmann

Ich habe zumindest auf meine erste Frage auch eine Antwort erhalten. Allerdings überzeugt sie nicht, da auch bei reiner Betrachtung der Impfungen von Personen über 80 Jahre immer noch deutlich mehr Meldungen in Bezug auf COVID-19-Impfungen eingegangen sind.

Der Verweis auf die „Sicherheitsberichte“ greift ebenfalls nicht. Dort wird meine Frage, ob das PEI tatsächlich 10.000 Meldungen über Todesfälle erwartet, ebenfalls nicht beantwortet.

Von: XXXXXX
Gesendet: Dienstag, 23. März 2021 14:44
An: ‚jochen.ziehmann@gmx.de‘
Cc: anfragen
Betreff: [Anfragen PEI #40744] P COVID-19-Impfung und Sicherheitsberichte

Sehr geehrter Herr Ziehmann,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Die Unterschiede in der Hintergrundsterblichkeit ergeben sich durch die unterschiedliche Altersstruktur der Personen, die gegen Grippe bzw. aktuell gegen COVID-19 geimpft werden. Da im beobachteten Zeitraum fast ausschließlich Personen älter als 80 Jahre geimpft wurden, ist die Sterblichkeit hier deutlich erhöht. Für verlässliche Zahlen zu Ihrer 2. Frage möchte ich Sie auf die aktuellen Sicherheitsberichte verweisen unter https://www.pei.de/DE/newsroom/dossier/coronavirus/coronavirus-inhalt.html?cms_pos=5

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag
XXXXXXX